Paneer / Indischer Käse

Momentan bin ich einfach nahezu süchtig nach Paneer Butter Masala. Dafür benötigt man – wie der Name schon verrät: Paneer. Da dieser indische Käse in meinem Umfeld so gut wie gar nicht zu bekommen ist, lautet die Devise: selber machen! Es ist leichter, als gedacht, da der Käse nicht reifen muss und hier möchte ich Euch meine Vorgehensweise vorstellen.

Für einen etwa 150g Paneer-Taler braucht man:

  • 1 Liter frische Vollmilch
  • 1,5 Zitronen (ausgepresst)
  • sauberes Küchentuch
  • Kochtopf, Sieb
  • Gegenstände zum Beschweren

Los geht´s:

  1. Milch unter ständigem Rühren (!) im Kochtopf langsam erhitzen
  2. sobald die Milch anfängt zu kochen bzw zu wallen, den Saft der Zitronen langsam hinzufügen, weiterrühren
  3. jetzt sollte die Milch gerinnen – sich der „Käse“ von der Molke trennen, er flockt an die Oberfläche (Temperatur nun herunterschalten!). Wenn dies nicht passiert, mehr Zitronensaft hinzufügen und nochmal aufkochen

Foto 2

  1. wenn sich Molke und Käse sichtlich getrennt haben, alles über ein mit einem Küchentuch bedecktem Sieb abgiessen und abtropfen lassen

Foto 3

  1. knotet nun die 4 Ecken des Küchentuches zusammen und hängt das Käsesäckchen zum weiteren Abtropfen z.B. an einen Knauf Eures Küchenschrankes (Gefäss zum Auffangen der Molke unterstellen) Ich lasse es etwa 30 Minuten da baumeln.
  2. Nun dreht Ihr das Tuch zusammen, um restliche Flüssigkeiten herauszupressen. (Je weniger Flüssigkeit im Käse, desto fester wird er)
  3. Lockert das Küchentuch und klopft das Käsebällchen ein wenig platt
  4. Jetzt schlagt Ihr das Tuch flach über den Käse und legt ihn in ein grosses Sieb, mit einer relativ flachen Fläche, welches Ihr mit Gegenständen Eurer Wahl beschwert. (Dabei sind Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Bei mir kommt ein schwerer mit Wasser befüllter Tontopf drauf) Alternativ kann man das plattgeklopfte Käsesäckchen auch zwischen 2 Küchenbretter legen und diese mit einigen Büchern beschweren. Wichtig ist hierbei der Druck. Damit der Käse schön schnittfest wird, sollte er gut gepresst/beschwert werden. Bei mir reichte meist schon 1 Stunde aus, damit der/die/das Paneer eine schöne Konsistenz bekam und man ihn gut schneiden konnte. Probiert es einfach aus, Ihr werdet schnell ein Gefühl dafür bekommen.

Foto 1

Mit Paneer kann man allerhand anstellen, bei mir jedoch fand er bisher nur Verwendung im besagten Paneer Butter Masala (Rezept folgt). Demnächst werde ich noch die Spinat-Variante ausprobieren: Palak Paneer.

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2 Gedanken zu „Paneer / Indischer Käse

  1. Das sieht gut aus! Ich habe mir von einer Inderin sagen lassen, dass man den Paneer dann auch noch einen Tag stehen lassen kann, dann arbeitet der (wie Joghurt) nach und wird fester und besser. Aber das Butter Masala ist schon fein!

    • Danke! Da ich den Käse immer sofort weiterverarbeiten musste (großer, spontaner Hunger!), hab ich ihm bisher keine längere Ruhepause gegönnt. Das klingt gut, werde ich definitiv ausprobieren!

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